Summoned to Appear for Jury Duty — “Smack Cam” in Theater Akzent

Three young people stand aligned facing the audience under bright lights. They are here today to tell us their stories. Not to entertain us but to defend themselves. Once they finish, we will be asked to decide who is guilty casting our votes by a show of hands.

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White Guilt – MITLEID von Milo Rau am Volx/Margareten

„Geschichten sind Spiegel und Fenster“ (Laurie Penny) – Auf einem losen Kleiderhaufen erzählt eine weiße Schauspielerin vom Völkermord in Rwanda. Ich hasse, wie sie über ihre Erfahrungen als junge NGO-Mitarbeiterin mitten im Kriegsgetümmel spricht. Ich bin tief berührt von der Ehrlichkeit des Spiels. Mit großem Respekt vor dieser Arbeit von Anja Herden und Alexandru Weinberger-Bara darf ich Sie in den 5. Bezirk einladen.

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„Ich wollte diese Rolle nicht persönlich auslegen.“ – Tamim Fattal über „Fremdenzimmer“ am Theater in der Josefstadt

Tamim Fattal ist kein Neuling auf der Bühne. Er spielte bereits am Muawiya Theater in Aleppo, bei Jihad Mnzor in Beirut und am Theater an der Wien. Trotzdem ist das Theater in der Josefstadt etwas Besonderes – die repräsentativen Räume, die enge Arbeit mit den Schauspiel-Größen Ulli Maier und Erwin Steinhauer, die Regieanweisungen *des* Herbert Föttinger. Wie erlebt der junge Syrer sein erstes Engagement am geschichtsträchtigen Haus in der Josefstadt? Neue Wiener hat Tamim Fattal zum Interview getroffen.

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Das KZ zu überleben entschuldigt nicht alles.

Muttersprache Mameloschn /// makemake produktionen und Kosmos Theater /// Kosmos Theater Wien /// bis 24.2.2018

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„Dass du das KZ überlebt hast, rechtfertigt nicht alles was danach kam!“, wirft die Mutter der Großmutter vor. Die beiden Frauen leben in einem gemeinsamen Berliner Haushalt. Tochter/Enkelin Rahel packt ihre Sachen und zieht nach New York, um zu sehen „wie es dort ist“. Sara Ostertag und ihr Kollektiv makemake sind bekannt für fetzige Inszenierungen frischer Stoffe. Nachdem ihre Produktion „Atlas der abgelegenen Inseln“ mit dem Stella17 ausgezeichnet wurde, bearbeiten makemake nun Sasha Marianna Salzmanns Roman „Muttersprache Mameloschn“.

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Drei spannende Frauenrollen, dargestellt von vier starken Spielerinnen auf der kleinen Bühne des Kosmos Theater, ein riesiger Wahlfischkopf, Arbeiterlieder und Kaddish. Der starke, musikalische Abend überrascht mit witzigen performativen Elementen. Dass die hohe Ballung der Themen und Diskurse (Generationenkonflikt, DDR-Kritik, Sozialismus-Traum, antisemitische ‚Säuberung‘ der SED, Religionskritik), das Publikum nicht erschlagen, sondern über 90 Minuten Konzentration und emotionale Involvierung halten, ist dem exzellenten Team von makemake zuzurechnen.

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Fazit: Ein großer Abend, den Sie gesehen haben sollten!

MUTTERSPRACHE MAMELOSCHN
Regie: Sara Ostertag
Musik: Jelena Popržan
Ausstattung: Nanna Neudeck
Produktion: Daniela-Katrin Strobl
Regieassistenz: Anita Buchart

Mit: Suse Lichtenberger, Jelena Popržan, Michèle Rohrbach, Martina Rösler

Dauer: 90 Minuten (keine Pause)

(c) Bettina Frenzel.