Missverständliches Gender Bending

„Das missverständnis“, Nikolaus habjan, volkstheater Wien.
09.11.2015
Von Clara Gallistl

  • Das Bühnenbild steht ausdrucksstark im Bühnenraum. Der Eingangsbereich einer Pension in Schieflage. Auf dem Flachdach ein Puppenhaus, das nach und nach von innen erleuchtet wird. Stimmen aus dem Off über Public Adress Speakers. Alles wirkt wie in der Graphic Novel von “L’Ètranger”, die ich mir im Sommer aus dem Frankreichurlaub mitgenommen hab. Cool!
  • Bin gespannt! Existenzialistisches Theater ist im besten Fall so dicht, dass man gar nicht aus kann. Eine Tragödie im antiken Sinn, eine gebundene Handlung, die so verlaufen muss, wie sie verläuft.

Es gibt keinen Ausweg. Das zu sehen ist hart: Das Geworfensein und die Unausweichlichkeit.

  • Natürlich kann man auch spannend gegen die angelegte Lesart inszenieren. Ich freu mich auf den Moment, wenn die Katastrophe eingetreten ist und die beiden Frauen erkennen, dass sie ihren Sohn/Bruder ermordet haben. Dieser Moment hat das Potenzial schauspielerisch zu glänzen.

Weiterlesen