Der latente Faschismus der bunten Hüte

Ein Horrorszenario ohne Schreckensbilder. Eine Bewegung, die „alles in die rechte Ordnung bringt“ ohne sich auch nur im Ansatz zu definieren. Die fein gezeichnete Bildsprache Ingrid Langs verdichtet Caryl Churchills „In weiter Ferne“ zu einer sensiblen Idee, deren reale Gefahr in unseren Gedanken um sich greift als wir den Theatersaal hinaus auf die Praterstraße in den strömenden Aprilregen hinein verlassen. Latenter Faschismus ist schwer zu schlucken, wenn die Inszenierung so schöne, lustige Hüte produziert – und auf nackten, geschundenen Körpern präsentiert.
„In weiter Ferne“ von Caryl Churchill, Regie: Ingrid Lang. Eigenproduktion Nestroyhof Hamakom. 18.4.2016 [interview + rezension]
Weitere Termine: 20.-23.04.2016 – je 20.00 Uhr

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Twitter-Kritik „Dunkelstein“ im Nestroyhof/Hamakom

02. März 2016

Gestern wurde Robert Schindels Lesedrama „Dunkelstein“ im Theater  Nestroyhof/Hamakom uraufgeführt. Ich habe Twitter als Form der live-Kritik ausprobiert. Das heißt Tippfehler und Ausdruck primärer Eindrücke und stellt vielleicht das krasseste Gegenstück zur traditionellen, journalistischen Theaterkritik dar.

Hier zum Protokoll:

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