5 Fragen an „Missionen der Schönheit“

„Missionen der Schönheit“ am Werk X stellt mich vor ein Problem. Unbeeindruckt sitze ich nach der Vorstellung auf meinem Platz und frage mich: Warum bin ich überhaupt Theater-Bloggerin geworden? Eine Suche und 5 Fragen an das Stück.

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Gesellschaftskritik mit Humor – bitte mehr davon! „Mehltau“ im Theater Brett

Playground gastierte gestern mit der Uraufführung von „Mehltau“  im Theater Brett. Das Stück von Florian Drexler und Patrick Trotter überzeugte das Publikum mit makaberem Humor, genialen Dialogen, schöner Musik und aktueller Gesellschaftskritik. Am Ende wurde so lange geklatscht, dass die SchauspielerInnen fast aus der Puste waren.

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„Die Frau vom Meer“: Diplominszenierung von Maria Sendlhofer

Henrik Ibsens „Die Frau vom Meer“ (Deutsch von Heiner Gimmler) ist eine mutige Wahl für den eigenen Theaterregieabschluss. Eine gelungene Diplominszenierung von Maria Sendlhofer am Max-Reinhardt-Seminar.

Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen schrieb ein Stück über Beziehungskonstellationen, über Zweifel und vor allem über Hoffnung. Einfach zu Lesen, zu Inszenieren aber nicht, habe ich vor dem Besuch dieser Theateraufführung befürchtet. Dass dies mit Bravour gelingen kann — so, dass eine Stunde wie im Nu verfliegt—, hatte ich nicht erwartet. Die Inszenierung besticht vor allem mit gelungener symbolischer Bühnenästhetik.

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Johanna mit dem Löwenherz.

Jeanne d’Arc, Johanna, eine geschichtliche Figur aus dem 13. Jahrhundert – Bauernmädchen, Christin, Kämpferin und Frau, die in der männer-dominierten Welt des Mittelalters mutig für ihre Prinzipien einsteht. Als literarische Figur bearbeitet  u.a. von Voltaire, Anna Seghers und jetzt frei interpretiert von Christian Himmelbauer. Ich war bei der Premiere von „Johanna. Eine Passion“ im TAG.

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Diktatur der Postwahrheit – Alexandru Weinberger-Bara mit „Foxfinder” am Max-Reinhardt-Seminar

Der junge Regieabsolvent Alexandru Weinberger-Bara wählte mit „Foxfinder” (Dawn King, 2011) ein dystopisches und antiautoritäres Stück für seinen Abschluss am Max-Reinhardt-Seminar.  Ich war gestern bei der Premiere und habe gesehen, in welcher Welt wir leben, wenn Fake News die neue Wahrheit sind. Die Performance hat mich überzeugt und zum Nachdenken über unsere heutige Gesellschaft angeregt. Wenn eine Aufführung das kann, dann nur her damit! Weiterlesen

Die Verantwortung übernehmen – Regisseur Franz-Xaver Mayr im Interview

Der Wiener Theater-Jänner 2017 war gezeichnet von einem Neuen: Franz-Xaver Mayr, gebürtig aus dem schönen St. Johann im Pongau, feierte am 13.01.17 mit „diese mauer fasst sich selbst zusammen“ am Wiener Schauspielhaus, und am 23.01.17 mit „Die großen Kinder unserer Zeit“ im Theater in der Drachengasse Premiere. Letzteres Stück wurde 2016 mit dem begehrten Newcomer Award ausgezeichnet. Ich habe FX an einem kalten Dienstagabend im warmen Café Prückl getroffen.

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 nicht verpassen: „Der Stern“ ist heute (16.2.) und morgen (17.2.) im Schauspielhaus Wien zu sehen! und dann wieder am 28.2. sowie 1.+2.3.

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Kaspar Hauser – eine Menschheitsgeschichte

Erstmals im deutschen Sprachraum stellt die norwegische Autorin und Regisseurin Lisa Lie ihre Arbeitsweise vor. Am Schauspielhaus Wien untersuchte sie gesellschaftliche Mechanismen der Ausgrenzung und Unterdrückung von der Urzeit bis zur Gegenwart. „Kaspar Hauser oder die Ausgestoßenen könnten jeden Augenblick angreifen!“ spielt die Menschwerdung des Menschen als symbolbehaftete Performance durch.

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weitere Termine: 2.-25.2.2017

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„A-Moll sing i nu“ – ein österreichischer Schlagerstar wiedersteht dem Tod

Die Studiobühne des Werk-X stellt eine spezifische Art österreichischer Männlichkeit an den Rand ihrer Komfortzone. Schlagerstar Karl Maria McGill findet sich am Weg zur Konzertbühne plötzlich in einer zeitlosen Berghütte zwischen Halbtoten, Untoten und der eigenen Herkunft wieder. Spannend und lustig wird am Petersplatz die Geburt des Songs des Jahres erzählt.
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letzter Termin: 31. Jänner (20 Uhr) – Ausverkauft.

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VIENNA SHOOTING STAR: Felix Hafner

Wer sich zu den Wiener Theater-Insider_innen zählt, sollte sich den Namen eines jungen Regisseurs jetzt schon merken, um später bereits damals cool gewesen zu sein: Felix Hafner ist 24 Jahre alt, hat das Max Reinhardt Seminar abgeschlossen und im Großen Haus des Volkstheater Wien eine High-Class Comedy inszeniert, der nun die Ehre zuteil wird, nicht nur am 26.12.16, sondern auch am Silvesterabend im Programm des zweitgrößten Wiener Theaterhauses zu stehen. Wir gratulieren herzlich und haben Felix Hafner zum Gespräch ins Hinterzimmer des Radlagers im fünften Wiener Gemeindebezirk gebeten.

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 „Der Menschenfeind“ von Molière. Volkstheater Wien. Premiere: 1. Oktober 2016. weitere Termine: 30.10. / 03., 05., 08., 12., 13.11. / weitere Termine www.volkstheater.at

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